Die Kopfsteuerung – oft auch „Kopfmaus“ genannt – ist die einfachste und zugleich preisgünstigste Methode, einen Computer ohne die klassischen Eingabegeräte Maus und Tastatur zu bedienen.

Wie funktionierts?
Bei der Kopfsteuerung verfolgt eine Kamera Ihre Kopfbewegungen – nach oben, nach unten, nach rechts oder links – und ein Programm setzt sie in entsprechende Bewegungen des Mauszeigers auf dem Bildschirm um.
Dabei reichen kleine Kopfbewegungen völlig aus.

Leiste mit Klick-Funktionen in eViacam


eViacam ist ein kostenloses Programm zur Steuerung des Computers durch Kopfbewegungen, man braucht dazu nur eine einfache Webcam, die kontinuierlich das Gesicht aufnimmt. Dazu ist nahezu jede Webcam geeignet, wie sie in den meisten Laptops schon eingebaut ist. 

eViacam erkennt ganz von alleine, ob das Bild der Webcam ein menschliches Gesicht zeigt und setzt dann dessen Bewegungen in entsprechende Bewegungen des Mauszeigers um.

Kopf rauf - Maus rauf, Kopf runter - Maus runter, Kopf nach rechts - Maus nach rechts und so weiter. Und dafür reichen bereits kleine Kopfbewegungen aus, etwa von der Art, wie man sie ohnehin unwillkürlich macht, wenn man nach rechts oder links schaut.

Die Gesichtserkennung hat nichts mit Personen-Identifikation zu tun, die Software unterscheidet lediglich, ob das runde Ding vor der Kamaera z. B. ein Blumenkohl ist oder ein menschliches Gesicht, mit Augen, Nase und Mund. Es werden auch keine Daten ins Internet gesendet: das Programm funktioniert völlig ohne Internetverbindung.

Wichtig zu wissen: eViacam ist keine Augensteuerung sondern verfolgt nur Kopfbewegungen! Das hat mehrere Vorteile:

  • Keine aufwendige Kalibrierung vor jeder Benutzung
  • Keine teure Technik. Das Programm ist kostenlos, es funktioniert vom alten XP-Rechner bis zum neuen Windows 10-Tablet auf jeder Hardware.
  • Ihre Blicke gehören Ihnen: Anders als bei der Augensteuerung können Sie sich auf dem Bildschirm umschauen und orientieren, ohne dass dabei der Mauszeiger bewegt oder sogar versehentlich geklickt wird.

Symbol für MouSenseMouSense ist ein leicht zu bedienendes, kostenloses Programm, mit dem man den Mauszeiger mit einfachen  Kopfbewegungen steuern kann. Dazu wertet MouSense die Bilder einer normalen Webcam aus und rechnet die  Kopfbewegungen direkt in Mauszeiger-Bewegungen um. Statt einer Webcam kann auch eine Wii-Mote Verwendung finden.
Mit MouSense kann man nicht nur den Mauszeiger bewegen, sondern auch klicken. Damit ist MouSense ein vollwertiger Mausersatz und ein ideales Hilfsmittel zur Computersteuerung für Menschen, die Schwierigkeiten haben, eine übliche Computermaus zu benutzen.

Camera Mouse ProgrammsymbolCamera Mouse ist eine Software, die mithilfe einer WebCam (ca. 20 EUR) Kopfbewegungen in Mauszeigerbewegungen umsetzt. Für Menschen, die aufgrund ihrer Behinderung keine Maus benutzen können, aber über eine gute und kontrollierte Beweglichkeit des Kopfes verfügen, ist dieses Programm eine sehr gute Alternative.
Camera Mouse erkennt nicht automatisch, ob das Bild der Webcam ein menschliches Gesicht zeigt oder nicht. Das Programm verfolgt stattdessen einen bestimmten Punkt im Gesicht des Nutzers.
Dieser Punkt muss zuerst durch eine/n Helfer/in am Bildschirm markiert werden. Dies geschieht durch einfaches Klicken auf eine markante Stelle im Bild des Gesichts, das die WebCam auf dem Bildschirm zeigt. Das kann die Nase sein, der Brillenbügel oder auch ein Mundwinkel.  
Das Programm verfügt über Klicks, die automatisch ausgelöst werden, wenn der Mauszeiger eine bestimmte Zeit über einer bestimmten Stelle des Bildschirms still gehalten wird.

Headmouse SymbolAdaptive Mouse -oder auch HeadMouse - ist eine Software, die mittels einer WebCam (ab 20 EUR) Kopfbewegungen in Mauszeigerbewegungen umsetzt. Für Menschen, die aufgrund Ihrer Behinderung keine Maus benutzen können, aber über eine gute und kontrollierte Beweglichkeit des Kopfes verfügen, ist dieses Programm eine sehr gute Alternative.
Die Software verfügt über eine automatische Gesichtserkennung und-verfolgung. Daher sollte niemand dem Nutzer während der Arbeit neugierig über die "Schulter schauen"; die Software kann nicht unterscheiden, wessen Gesicht das "richtige" ist.