Seit Windows 10 "beglückt" Microsoft alle halbe Jahre die Nutzer mit einer neuen Version, die dann ungefragt installiert wird. In wenigen Tagen ist es wieder so weit, dann liegt das "Spring Creators Update" auf der Lauer, um sich im ungeeignetsten Moment auf die Rechner zu drängen.
So wünschenswert Sicherheitsupdates sind, so unschön ist das Aufspielen neuer Versionen ohne Zustimmung des Besitzers. Das letzte Update im Herbst hat eine ganze Reihe älterer Rechner außer Betrieb gesetzt, weil sie den neuen technischen Anforerungen nicht mehr genügten oder - viel schlimmer - weil der Rechner vom Netzt genommen wurde, als das Update, das je nach Rechnertyp und -ausstattung, über viele Stunden dauerte,  noch lief.

Doch es gibt (teilweise) Abhilfe.

 Windows 10 Pro:
Öffnen Sie die Einstellungen und klicken Sie auf die Kachel "Updates und Sicherheit.
Klicken Sie auf Nutzungszeit ändern und legen Sie einen möglichst langen Zeitraum (z. B. von 7 Uhr bis 23 Uhr) fest. In dieser Zeit führt Windows nicht automatisch einen Neustart durch.
Klicken Sie dann auf Neustartoptionen. Dort können Sie das Verhalten von Windows bei einem Neustart noch weiter einschränken.

Am wichtigsten ist aber der Eintrag Erweiterte Optionen. Hier gibt es einiges zu tun.
Installationsart für Updates auswählen: Setzen Sie ein Häkchen vor Updates für andere Microsoft-Produkte bereitstellen, wenn ein Windows Update durchgeführt wird.
Installationszeitpunkt für Updates auswählen: Empfehlenswert ist  Semi-Annual-Channel.
Funktions-Updates können zwar nicht ganz abschalten, aber Sie können sie um viele Tage verzögern. Klicken Sie auf das  Dropdown-Menü und wählen Sie die Zahl der Tage mit den Pfeiltasten (nach oben oder unten) aus. Für die Zahl der Tage gibt es keine wirklich schlüssige Empfehlung, aber 30 Tage könnten reichen, so dass man zumindest aus der Presse schon mal gehört hat, ob das neue Update Schaden anrichten kann - und Microsoft das Update korrigiert hat.
Qualitätsupdates sollten Sie nicht verzögern, sie sind für die Sicherhei wichtig.
Und Sie können auch alle Updates aussetzen, aber das betrifft auch Sicherheitsupdates und ist daher weniger empfehlenswert.

Windows Home
Hier ist Microsoft wesentlich sparsamer mit den Möglickeiten, selbst zu bestimmen, was mit dem Computer passiert - übrigens ein gutes Argument, keinen Computer mit Windows Home zu kaufen. Sie können nur zu einem Trick greifen: Erklären Sie in den Einstellungen unter "Netzwerk und Internet"  Ihre Internet-Verbindung als "getaktet", dann verzichtet Microsoft darauf, so dicke Brocken wie ein Funktionsupdate auf Ihren Rechner zu schicken.

Nicht empfehlenswert sind sogenannte Update-Blocker oder andere Software, die kostenlos angeboten wird, um Ihnen zu helfen.

Prinzipiell sollten Sie Updates nicht auf die leichte Schulter nehmen. Mit den hier beschriebenen Methoden können Sie Updates für eine gewisse Zeit aussetzen, aber Sie sollten wenigstens zweimal im Jahr Ihren Rechner aktualisieren. Wenn Sie den Zeitpunkt planen und Windows genug Zeit geben (genug heißt hier: viel!!), sollte nichts schief gehen können. Denn auch die Hersteller anderer Programme passen Ihre Software an den jeweiligen Updatestand von Windows an.
Und wenn Sie lange nicht updaten, wundern Sie sich vielleicht irgendwann, warum Ihr Lieblings-Software plötzlich zickt. Oft liegt es dann an den fehlenden Windows Updates.

Und wenn Windows Sie zu sehr nervt: Wechseln Sie zu Linux, es gibt mehr Hilfen dazu, als Sie denken!

Ergänzende Links: Chip  Giga PC-Magazin 

Artikel über die Inhalte des neuen Updates: zd.net